In den Auslagen der Kaufhäuser sieht man vermehrt grinsende Kürbisse und gruselige Kostüme. Auch im Süßigkeitenregal findet man auf einmal seltsame Dinge, wie Augäpfel als Lolly oder Schaumwaffeln die wie kleine Gespenster aussehen. Das alles sind Zeichen dafür, dass Halloween vor der Tür steht. Doch warum verkleidet man sich als Hexe, Gespenst oder Zombie und zieht von Tür zu Tür?

Halloween ist kein modernes Fest, sondern wird schon seit Jahrtausenden zelebriert. Es hat aber nicht, wie viele meinen, in Amerika seinen Ursprung, sondern kommt ursprünglich aus Irland und Schottland. Die damals dort lebenden Kelten haben in der Nacht vor Allerheiligen ihr Neujahrsfest gefeiert. Diese Nacht haben sie „All Hallows´Eve“ genannt. Daraus wurde im Laufe der Zeit Hallows´Even  und später dann Hallowe´en. Zu Allerheiligen hat man der Toten gedacht und man war der Meinung, dass in dieser Nacht die Wand zwischen der Welt der Lebenden und der Toten sehr dünn war. So konnten die Toten leichter in unsere Welt kommen.

Man nahm damals an, dass die Verstorbenen in dieser Nacht versuchen würden, in den Körper eines Lebenden zu schlüpfen, damit sie nicht mehr ins Fegefeuer zurückkehren mussten. Damit die Toten die Lebenden nicht erkannten, haben sich die Menschen dieser Zeit als Geister und Dämonen verkleidet. Dieser Brauch hat bis heute überlebt und erfreut sich größter Beliebtheit.

Ein weiterer Brauch aus alter Zeit ist der Umzug von Haus zu Haus. Die Armen der Bevölkerung haben an der Tür nach Nahrungsmitteln oder dem Seelenkuchen gebeten. Als Gegenzug erklärten sie sich bereit, für das Seelenheil der Verstorben zu beten, damit sie den Weg in den Himmel fanden. In der heutigen Zeit ziehen verkleidete Kinder von Haus zu Haus und fragen nach Süßigkeiten. Für den Fall das jemand kein Naschkram gibt, wird ihm ein Streich gespielt. Darum heißt es heute auch „Süßes oder saures“. Es sollte aber darauf geachtet werden, das es wirklich nur Streiche sind und nicht in Vandalismus ausartet. Damit die Kinder sicher auf ihrem Weg sind, sollten sie mindestens von einem Erwachsenen begleitet werden. Bei den Süßigkeiten ist zu beachten, dass sie am besten noch originalverpackt sind.

Die Legende von Jack und seiner Laterne haben im Laufe der Zeit dafür gesorgt, dass der gruselige beleuchtete Kürbis die Symbolfigur von Halloween wurde. Allerdings kam in der Legende kein Kürbis vor, sondern eine ausgehöhlte Rübe. Als die irischen Auswanderer in Amerika ankamen haben sie bemerkt, das der Kürbis einfacher zu bearbeiten war, als eine kleinere und härtere Rübe.

In der Legende von Jack und seiner Laterne hat Jack den Teufel gefangen. Er wollte ihn erst dann wieder freilassen, wenn der Teufel versprach, nicht mehr hinter seiner Seele herzu sein. Als Jack verstarb, wurde ihm der Weg in den Himmel aufgrund seines schlechten Lebenswandels versagt. In seiner Not ging er zum Teufel, aber auch in der Hölle erhielt er keinen Einlass. Stattdessen musste er nun bis ans Ende der Zeit in der Zwischenwelt herumirren. Da der Teufel aber Mitleid mit Jack hatte, gab er ihm ein Stück Kohle aus dem Fegefeuer. Dieses steckte er in eine ausgehöhlte Rübe, damit sie ihm den Weg leuchten sollte. Man munkelt das man Jack und seine Laterne in der Halloween sehen konnte.

 

Happy Halloween