Die Geschichte Neukölln beginnt bereits 1360. Hier wird der Bezirk allerdings noch Richardsdorp, dan  Ricksdorf genannt. Daraus wurde dann Rixdorf. Zunächst gehörte das Dorf dem Johanniterorden an, womit auch das Johanniterkreuz auf dem Wappen erklärt ist.

Die Johanniter hingegen übernahmen das Dorf von den Tempelritter und boten später dann Platz für böhmische Exilanten. Das war im Jahr 1737. Sechzig Jahre später erhielt dieser Bezirk eine eigene Verwaltung und wurde Böhmisch-Rixdorf genannt.

Die Geschichte NeuköllnsErst viele Jahre später, im Jahr 1912, erhielt Rixdorf den Namen Neukölln. Der Grund für die Umbenennung war allerdings eher unerfreulich: die Behörden erkannten, dass Rixdorf aufgrund von Kriminalität und nachgesagten "schlechten Sitten" einen entsprechend negativen Ruf hatte. Mit dem neuen Namen wollte man somit einen Neubeginn starten und hoffte, neue Besucher und Anwohner anzulocken.

Heute möchte man hingegen wieder eine Umbenennung erwirken, um der Historie wieder gewahr zu werden.

Während der Teilung von Deutschland gehörte Neukölln zu dem amerikanischen Sektor. Aufgrund der hohen Zahl an Emigranten, gab es vor allem um 1987 viele Projekte und Aktionen, um die Bürger und Bürgerinnen, unabhängig von ihrer Kultur und Nation, zusammen zu führen. Deswegen wurde der Bezirk damals mit dem Europapreis ausgezeichnet. Als Ort der Vielfalt wurde Neukölln dann von der Bundesregierung im Jahr 2008 benannt.

Man sieht also, dass die Vielfalt und die für Neukölln typische Multikultur schon früh beginnt und sich durch die gesamte Geschichte des Bezirks zieht. Vor allem die Architektur und die Infrastruktur sind Zeugen dieser Wandlungen.